Encausticmalerei, Collagen und Acrylmalerei

Collage "Ich bin ein Star-holt mich hier raus"



Henry Lukowsky (bürgerlicher Helmut Lückhoff)

 

geboren 1955 in Duisburg-Hamborn (mein Daddy hatte die Plazenta meiner Mutter auf dem Thyssen-Rheinstahl-Schlackeberg in Duisburg verbuddelt). Die Hebamme war klitschnass, hat mich am Ende aber „gut rausgeholt“. Klar war ich im Kindergarten und in der Grundschule. Mein damaliger Grundschullehrer hat sofort mein Talent erkannt und meinen Eltern gesagt…“der wird mal Maler oder Opernsänger…Als „Klassenbester“ ging ich dann also zum Gymnasium.

 

Nach 6 Jahren bekam ich die „Mittlere Reife“ am Max-Planck-Gymnasium Duisburg. Mehr war zu der Zeit nicht machbar. Meine damaligen Latein und Mathelehrer meinten, es sei besser, wenn ich jetzt mal eine Ausbildung mache. Da ich es immer schon geil fand, wenn Ströme fließen und Sicherungen rausknallen, entschied ich mich für eine Ausbildung im Elektrohandwerk, legte die Prüfung ab und war anschließend als Geselle tätig. Die Ausbildungsvergütung im letzten Lehrjahr lag damals bei sagenhaften 132,67 Deutschmark. Der Gesellenlohn lag bei 7,21/Stunde. Wir erhielten noch jeden Freitag eine kackbraune Lohntüte mit Abschlagszahlungen.

 

Dann wollte ich es nochmal wissen und meldete mich an der Abendschule an und machte mein Abitur. Schon hier hatte ich mich der Kunst verschrieben. Aber mein Deutschleher meinte, ich soll lieber schreiben und einige alte Kumpels meinten: …“do what you like, lass uns erst mal einen rauchen...“. Abitur also mit Religion und Deutsch „sehr gut“ und Mathe „Sechs“. Da blieb nur noch der „Kunstweg“.

 

Für die Kunstakademie war die Bewerbungsmappe noch zu „dünn“. So entschied ich mich für das Studium der „visuellen Kommunikation“ an der FHN-Niederrhein mit Abschluß als „Diplom-Grafik-Designer“. Meine betreuenden Professoren sahen meine Zukunft in der Werbung. Gesagt, getan - 10 Jahre Artdirector/Creativdirektor in diversen Agenturen und anschließende, 25 jährig Selbstständigkeit als „Werbeallrounder, bis der Laden „abgekackt“ ist, weil die Preise im „Keller waren“ und ich keinen Bock hatte für „Äppelundeier“ zu arbeiten.

 

Dann kam die „neue Perspektive“, die da hieß „Erwachsenenbildungstransfer“. Also: Bulimie-Learning, Prüfungen bei den IHK ablegen - und schon bescheinigte man mir „Ausbildungsberechtigung und pädagogische Fähigkeiten“. In den darauf folgenden Jahren (immer befristete Jobs) habe ich dann das „Elend der Republik“ kennengelernt. Ich betreute als JobCoach/Arbeitsvermittler/Dozent Hartz4-Leute in diversen so genannten „Qualifizierungen“. Das Geilste daran war der Deutsch-Unterricht für Asylanten, die immer nur stöhnten und sagten….“Däutscher Sprack -schwärar Sprak…“). Das kommt jetzt ja wieder auf uns zu.  Und zwar millionenfach. Aber, ohne mich.

 

Ich bleibe jetzt bei meinen Bildern und Collagen. Und es geht  mir gut dabei :-) Jetzt müsst ihr alle zugreifen - denn in 50 Jahren könnt ihr meine Werke locker für 50 Mille verticken. Die Währung heißt dann wahrscheinlich „Dollareuronenyingyangrandpeso“ oder so ähnlich. Alles nach der Devise „Lebensiejetztundzahlensiespäter“ - quasi auf Pump. Aber ich verkaufe nix auf Pump. Ich lebe jetzt :-)